Generative Manufacturing

GENERATIVE MANUFACTURING

Crafting the Future

Generative Manufacturing verbindet codebasierte Gestaltung mit industrieller Fertigung. Bei generativer Gestaltung entsteht ein Werk aus einem algorithmischen Regelsystem, das der Künstler selbst definiert. Aus diesem einen System können beliebig viele unterschiedliche Ausprägungen hervorgehen, jede eigenständig, aber Teil derselben gestalterischen Logik. Werden diese Varianten direkt in Produktionsdaten übersetzt, kann aus jeder von ihnen ein individuelles physisches Produkt entstehen. So verbindet Generative Manufacturing künstlerische Variabilität mit industrieller Fertigung und schafft die Grundlage für serielle Einzelfertigung.

Von der Vision zur Wirklichkeit

SUPERSTRUCTURES startete 2024 gemeinsam mit fxhash als Experiment an der Schnittstelle von generativer Kunst, digitalen Editionsmodellen und physischen Produkten. Aus den frühen Web3-Ansätzen entwickelte sich eine konkretere Frage: Wie lässt sich die Logik eines codebasierten Werks unmittelbar mit industrieller Fertigung verbinden?

Heute liegt genau darin der Schwerpunkt. Das erste daraus entstandene Projekt steht kurz vor seiner Veröffentlichung: eine kuratierte Edition hochwertiger gewebter Objektstoffe, entwickelt gemeinsam mit einem der profiliertesten Spezialisten für textile Fertigung.

SSS Interior Example
Render interiors
SUPERSTRUCTURES-Schriftzug in Halbton-Serif auf dunklem Hintergrund

DAS PROJEKT

Vom Code zum Produkt

SUPERSTRUCTURES entwickelt Verfahren, mit denen generative Kunstwerke in industrielle Fertigungsprozesse übersetzt werden, ohne ihre zugrunde liegende Logik zu verlieren. Parameter, Farben und Formbeziehungen werden dafür in maschinenlesbare Produktionsdaten überführt. Textilien bilden das erste Anwendungsfeld; das Prinzip lässt sich perspektivisch auf weitere digital gesteuerte Fertigungsverfahren übertragen.

Von 1/1 zu 1/1/X

Klassische Serienproduktion erzeugt viele identische Produkte. Mass Customization ergänzt begrenzte Möglichkeiten zur Individualisierung. 1/1/X geht einen Schritt weiter: Jedes Objekt innerhalb einer Serie kann eine eigenständige Ausprägung desselben generativen Systems sein. SUPERSTRUCTURES untersucht, wie sich diese algorithmische Variabilität mit industrieller Produktion verbinden lässt und damit viele individuelle Einzelstücke aus einer gemeinsamen gestalterischen Logik entstehen können.

ALLELES by KWAME BUSIA

Mit Alleles wird dieser Ansatz erstmals für industrielle Weberei konkret. Kwame Busias Werk basiert auf selbst entwickelten generativen Systemen, deren Regeln und Variationen im Code definiert sind. Für die textile Umsetzung wird diese Werklogik in maschinenlesbare Anweisungen für den Webprozess übersetzt. So entstehen aus derselben algorithmischen Grundlage sowohl die visuellen Kompositionen als auch ihre materielle Entsprechung im Gewebe. Eine erste kuratierte Edition aus fünf Objektstoffen steht kurz vor ihrer Veröffentlichung.

Über den Künstler

KWAME BRUCE BUSIA ist ein multidisziplinärer Creative und generativer Künstler aus London mit architektonischem Hintergrund. Seine Arbeit verbindet codebasierte Systeme mit modernistischer Gestaltung und konstruktiven Prinzipien der Bauhaus-Weberei. In Alleles untersucht Busia das Verhältnis von Regel und Variation: Aus einer gemeinsamen formalen Struktur entstehen eigenständige Kompositionen mit jeweils eigener Identität. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei Art Basel Miami Beach, Proof Of People London by Vertical Crypto und in der NEAL DIGITAL Gallery in China gezeigt.

Schwarz-Weiß-Porträt mit Text: Translating Algorithms Into Artifacts
Weiße Karte mit IRL-Aufdruck auf zersplittertem türkisfarbenem Glas
Model auf Runway mit übergroßem Aquarell-Print-Sweatshirt
Generativ erzeugtes dekonstruiertes Burberry-Karomuster
Bewegungsunscharfes Schwarz-Weiß-Porträt mit warmen Lichteffekten
SSS Fashion
3D-Rendering eines Galerie-Interieurs mit gemusterten Wänden und bunten Hängepanelen

Contributors

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