Digitale Identität als visuelle Erfahrung
Identität als generatives System
Wie lässt sich ein abstraktes Konzept wie digitale Identität unmittelbar erfahrbar machen? Für die re:publica 2025 entstand mit „Identity Mirror“ eine interaktive generative Installation, die die Idee digitaler Identität in eine visuelle und poetische Erfahrung übersetzt. Das Live-Kamerabild der Besucher wird dabei in ein generatives Mosaik aus animierten grafischen Elementen transformiert. Jede Bewegung wird Teil einer kontinuierlichen visuellen Transformation, in der Identität nicht als statisches Objekt erscheint, sondern als dynamisches Zusammenspiel von Daten, Kontext und Wahrnehmung. Die Installation wurde für das EUDI-Wallet-Projekt der SPRIND entwickelt und in Zusammenarbeit mit MEIRÉ sowie dem polnischen Designer und Digital Artist Bartosz Szymkiewicz realisiert.
Ein visuelles System für digitale Souveränität
Der EUDI Wallet ist ein zentraler Baustein der entstehenden europäischen Infrastruktur für digitale Identität. Er soll Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, digitale Nachweise sicher auf ihren Smartphones zu speichern und selbstbestimmt zu teilen. Ziel der Installation war es daher nicht, diese komplexe technologische Initiative über Interfaces zu erklären, sondern ihre Grundidee visuell und räumlich erfahrbar zu machen. Grundlage bildete ein generatives System von Bartosz Szymkiewicz, das Webcam-Bilder in animierte Pixelstrukturen übersetzt und für das Projekt zu einer eigenen visuellen Sprache weiterentwickelt wurde. Ergänzt wurde das System durch projektspezifische grafische Elemente, darunter Motive aus dem visuellen Kontext europäischer Infrastruktur, sowie kurze Textstatements zu Themen wie digitaler Souveränität und Identität in digitalen Ökosystemen.




Kunde
Team
- Plateau Candy --Realisierung
- MEIRÉ --Concept, Visual AssetsLink
- Bartosz Szymkiewicz --ArtistLink