FlowStates : Echtzeitdatenkunst
Über das Projekt
„FlowStates“ von Patrick Doan ist eine permanente Data-Painting-Installation im Eingangsbereich des ifo Instituts, des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München. Die Arbeit übersetzt wirtschaftliche Daten in eine sich kontinuierlich verändernde visuelle Komposition. Auf Basis der datengetriebenen Forschung des ifo Instituts verbindet die Installation Daten, Technologie und künstlerische Interpretation, um ökonomische Entwicklungen in einer neuen ästhetischen Form erfahrbar zu machen.
Visuelle Narrative aus ökonomischen Daten
„FlowStates“ ist ein datenbasiertes Kunstwerk, das sechs visuelle Systeme miteinander verbindet. Algorithmen übersetzen Datenströme des ifo Geschäftsklimas sowie ergänzende Eurostat-Daten – etwa zu Handel, Bauproduktion und digitalen Konsumtrends – in dynamische visuelle Formen. Die Komposition folgt einem Tag- und Nachtzyklus und wird aus wechselnden Perspektiven gezeigt. Ohne festen Anfang oder eindeutige Orientierung lädt das Werk dazu ein, wirtschaftliche Daten als kontinuierlich wandelndes visuelles System zu erleben.

Data Painting Interface
Remote-Steuerung
Zusätzlich zur Installation selbst entwickelten wir eine remote zugängliche Steueroberfläche, über die der Kunde direkten Einfluss auf das Data Painting nehmen kann. Über dieses Interface lassen sich einzelne visuelle Systeme auswählen sowie Einstellungen für die Tag- und Nachtversionen anpassen.
Export-Modul
Um das Data Painting auch außerhalb der Installation nutzbar zu machen, entwickelten wir ein eigenes Export-Modul. Über dieses remote zugängliche System lassen sich Videos, Streams für externe Screens sowie Standbilder für Social Media und Print erzeugen.



Natur als visuelle Referenz
Die visuellen Systeme von „FlowStates“ greifen Strukturen und Dynamiken aus der Natur auf – von mikroskopischen Mustern bis zu großräumigen Bewegungen. Diese Inspiration wird in eine generative Bildsprache übersetzt, die auf Echtzeit-Daten reagiert. Bewegung, Form und Farbe verändern sich kontinuierlich und machen wirtschaftliche Entwicklungen als dynamisches visuelles System erfahrbar.
Über den Künstler: Patrick Doan
Patrick Doan ist ein kanadischer Künstler mit Wohnsitz in Berlin und zählt zu den prägenden Positionen der Echtzeit-3D-Kunst. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Film und Architektur und umfasst generative Echtzeitgrafiken, audiovisuelle Performances, Musikvideos und Installationen. Unter seinem Pseudonym „defasten“ entwickelt Doan visuelle Systeme aus skulpturalen, generativen und dekonstruierten geometrischen Formen. Seine Arbeiten wurden in mehr als 25 Ländern gezeigt, unter anderem bei Art Basel Miami (Beyond Basel), im New Museum in New York, bei Ars Electronica, Transmediale, Neo Shibuya TV in Tokio, Integrated Systems Europe (ISE) sowie beim MIRA Festival in Barcelona.
Von 2015 bis 2021 war Doan Teil des sonic research collective AUDINT, dessen Arbeiten unter anderem bei Unsound, Tate Britain, Tate Modern, Arebyte, Sonar Istanbul, MUTEK Montréal und Loop Berlin präsentiert wurden. Seine Arbeiten sind außerdem im Buch „The Age of Data“ von Christoph Grünberger (Niggli Verlag) vertreten, gemeinsam mit Künstlern wie Refik Anadol, Daito Manabe, Joshua Davis, Joëlle Snaith, Christopher Bauder, Quayola und Nonotak.
Team
- Patrick Doan -- ArtistLink
- Dániel Molnár -- DevelopmentLink
- Dirk König -- Creative DirectionLink
- Kolja Pitz -- Konzept und Supervision